Kulturelle Unterschiede im Glücksspiel beider Länder
Mit der geographisch guten Lage, hat das Casino di Campione wieder gute Chancen nach der Pandemie an die guten alten Zeiten anzuknüpfen, da es gleichermaßen Kunden aus der Schweiz sowie aus Italien bedienen kann. Bei Campione handelt es sich um einen ganz besonderen italienischen Ort, der auf eine aufregende Geschichte zurückblicken kann.
Filmemacher über Glück und Größenwahn: „Die Bewohner haben über Nacht ihre Identität verloren“
Von Bredow: Dieser Fall der Dorfbewohner von extremer Größe zum absoluten Verfall ist tragisch. Die Situation ist so ähnlich wie bei dem Protagonisten der „Truman Show“, wenn dieser zu verstehen beginnt, dass er 30 Jahre lang in der Lüge einer um ihn herum konstruierten Scheinwelt gelebt hat. taz: Ist der Titel des Films, „Architektur des Glücks“, dann nicht extrem ironisch? Von Bredow: Der Zynismus des Titels steckt schon im Glücksspiel selber. Dieses lässt vermuten, man könne glücklich aus dem Casino herausgehen.
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Hier ist es besonders interessant, weil ein Ort sich über Generationen darauf verlassen hat, dass dieses System funktioniert, er dann aber am eigenen Größenwahn scheitert. taz: Wie haben Sie zusammen mit Ihrem Schweizer Co-Regisseur Michele Cirigliano diese Geschichte filmisch erzählt? Von Bredow: Wir haben mit einer empathisch beobachtenden Kamera gearbeitet, die eine große Nähe zu den Personen erlaubt. taz: Wie haben Sie dabei solche starken Sinnbilder wie einen in einer Garage abgestellten Rolls-Royce mit einem platten Reifen gefunden? Von Bredow: Es ist der Ort, der einem solche Motive bietet.
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Da muss man als Filmemacher gar nicht groß auf die Suche gehen, denn es gibt dort einen großen Schatz an solchen metaphorischen Bildern. taz: Stehen diese apokalyptischen Bilder nicht auch für eine elementare Geschichte? 2. in Hamburg (Abaton) und Hannover (Raschplatz); ab 19. 2. Berühmt wurde Campione unter anderem auch durch die Eröffnung eines luxuriösen Casinos im Ersten Weltkrieg. Zu damaligen Zeiten handelte es sich um neutrales Land und die Diplomaten konnten hier zusammenkommen. Aber auch cas online casino osterreich black jack andere Sehenswürdigkeiten machen den Ort zu einem echten Highlight. Für die Einen ist er eine Steueroase, für die anderen Menschen dagegen ein verzauberter Ort in der Schweiz. Wer nach Campione kommt und hier das typisch italienische Flair erwartet, der wird nicht enttäuscht. Obwohl der Ort sich bereits in seine Schweizer Umgebung eingefügt hat und sogar deren Zahlungsmittel nutzt, überzeugen die kleinen Gebäude an den Hängen, die schmalen Gassen und das hervorragende Essen von der italienischen Herkunft. Die Spielbank ist das Wahrzeichen von Campione. Sie erhebt sich direkt vor der Kulisse des Sees und wird in den Abendstunden von unzähligen Lichtern beleuchtet. Wer einmal in Campione ist, der sollte sich einen Besuch in diesen heiligen Hallen nicht entgehen lassen. Allein um das Ambiente zu spüren, lohnt es sich, schicke Abendmode anzuziehen und den Eingang zu betreten. Die Piazza Indipenza dagegen ist ebenfalls ein Eingang. Allerdings nicht in die Spielbank, sondern in den Ort Bissone. Schnell und unkompliziert wechselt man hier von italienischem ins schweizerische Hoheitsgebiet.
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in Braunschweig (Universum), Bremen (City 46), Kiel (Filmhaus) und Lübeck (Kommunales Kino) Für mich ist das Drama dieses Ortes beispielhaft für Prozesse, die überall auf der Welt in verschiedenen Größenordnungen ablaufen. Es geht da um die Fähigkeit der einzelnen Menschen und ihren Gemeinschaften, sich tiefgreifende Umbrüchen in ihren Lebensumständen zu stellen, sodass sie vom Objekt einer Veränderung zum Subjekt eine Erneuerung zu werden taz: Ist es nicht auch ironisch, wenn man im Abspann entdecken kann, dass in Ihrem Film Geld von der Schweizer Lottogesellschaft steckt? Ist es nicht toll, dass etwa ein Sechstel des Gesamtbudgets des Films von Swisslos kommt, die ja durch die Spielsucht finanziert wird? Das zeigt doch, wohin es führen kann, uns Geld für unseren Film zu geben. Nur noch 430 – dann sind wir 50.000 Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen.
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Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Campione d’Italia, kurz Campione genannt ist eine auf schweizerischem Gebiet umgebene italienische Exlave. Wenn man sich den Luganersee auf der Landkarte ansieht und hier auf die Landesgrenzen wischen der Schweiz und Italien achtet, dann fällt in der Mitte des Sees sofort ein italienisches Insel-Territorium inmitten des Schweizer Gebietes auf: Campione d’Italia. Fast unscheinbar mutet da die Galleria Civica an. Eine kleine Kapelle in Campione, die ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit ist. Gerade diese Widersprüche machen Campione zu dem zauberhaften Ort, der er ist. Der Charme von Campione wirkt besonders bei einem Spaziergang an der Uferpromenade. Hier gibt es auch eine Schiffsanlegestelle, von der aus regelmäßig die Boote auf den See hinaus fahren und Rundfahrten anbieten. Kleine Restaurants und Cafés an der Promenade sind perfekt, um einfach einmal einen Moment zu entspannen und die Menschen zu beobachten. Das Casinò di Campione verfügt über eine ganz besondere Geschichte. Es wurde im Jahr 1917, also mitten im ersten Weltkrieg, errichtet, um Informationen von ausländischen Diplomaten zu sammeln.
Ein Spaziergang auf der Promenade
Ringsherum um diese kleine Region (2,6 km2) nur schweizerisches Gebiet. Hier muß man etwas in die Geschichtsbücher hineinsehen. Bekannt war das Gebiet im 14./15. Jahrhundert für seine Kunsthandwerker wie Maler, Bildhauer sowie Archtikten und Steinmetze. Da diese Region vielen kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Franzosen und Spaniern ausgesetzt war, führte man im 16.
Gastronomie im Hotel
Jahrhundert eine Kriegssteuer ein. Seit 1861 ist Campione in italienischer Hand, so auch der Name Campione d’Italia. Somit profitierten die ansässigen Italiener hier jahrelang von Steuererleichterungen auf schweizerischem Terrain. Obwohl Campione offiziell durch Italien zur EU gehört, gehörte es bis Ende 2019 nicht zum EU-Zollgebiet. Dies hatte zur Folge, dass hier keine Kontrollen bei der Ein- und Ausreise erfolgten.
Wo befindet sich das Grand Hotel Campione?
Seit Januar 2020 wurde Campione aber ins Zollgebiet der EU eingegliedert. Zollschilder am Ortseingang und Ortsausfahrt zeigen den neuen Status an. Weiters mußten die Campionesi ihre Schweizer Autokennzeichen in italienische Kennzeichen ummelden und es wurde eine Verbrauchssteuer eingeführt. Wer Campione d’Italia besucht, der sollte sich die Wallfahrtskirche Santa Maria die Ghirli aus dem 17. mir den wunderschönen Fresken aus mehreren Jahrhunderten ansehen. Aber beginnen wir von vorne: Campione selber ist bereits ein ganz besonderer italienischer Ort, es handelt sich nämlich um eine Exclave, die sich mitten im Schweizer Staatsgebiet befindet. Große Berühmtheit erlangte der Ort tatsächlich durch die Errichtung des luxuriösen Casinos während des ersten Weltkrieges. Das Casino war damals sozusagen neutraler Boden, wo Diplomaten zusammenkommen konnten, es wurde aber auch genutzt, um Spionageaktivitäten zu verschleiern.
| Land | Zuständige Behörde | Rechtsgrundlage | Anzahl Konzessionen (ca.) |
|---|---|---|---|
| Schweiz | Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) | Spielbankengesetz (SBG) | 21 |
| Italien | Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato (AAMS) | Testo Unico in Materia di Giochi (TUG) | 40+ |
Seine außergewöhnliche Lage und die entspannte Atmospäre sorgten dafür, dass hohe Beamte gewillt waren, geheime Dokumente und Informationen zu tauschen. Das ursprüngliche Gebäude wurde vom Architekt Amerigo Marazzi geplant, die Innenausstattung wurde vom Maler Girolamo Romeo entworfen. Das Casino zeigte sich großer Beliebtheit, wurde aber bereits nach zwei Jahren wieder geschlossen.
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Weiterhin ansehenswert sind die Kirche San Zenone, die heute als Kunstgalerie genutzt wird, das Museo Parrochiale sowie die neue Pfarrkiche San Zenone. 1917 wurde es erbaut, 2007 vollumfänglich renoviert, aber 2019 in Konkurs gegangen. Es fielen die jährlich zu zahlenden Beiträge an die Stadt aus, was zur Folge hatte, dass rund 100 Gemeindemitarbeiter und ca. 500 Casinoangestellten (zusammen knapp ein Drittel der Bevölkerung) kein Geld mehr verdienten. Im Herbst 2021 wurde das Casinos mit rund 170 Angestellten wiedereröffnet. Erst im März 1933 wurde es von Mussolini wieder eröffnet, der das arme Fischerdorf am Luganersee in eine italienische Mustergemeinde verwandeln wollte. Über die Jahre wurde das Casiono zu einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren ind er Region, nicht zuletzt deswegen, weil auch immer wieder große Shows und Events ausgetragen wurden. Jahr für Jahr zog das Casinò di Campione viele Prominente, Interlektuelle und internationale Stars an. Modeschauen, Pop-, Jazz- und Rockkonzerte begeisterten das Publikum.
- Gesetzliche Altersgrenze: 18 Jahre in der Schweiz
- Gesetzliche Altersgrenze: 21 Jahre in Italien für staatliche Spielbanken
- Zutrittskontrollen mit Ausweispflicht
- Gebühren für die Tages- oder Jahreskarte in Schweizer Casinos
Das Casinò di Campione ist das größte Casino Europas. Das Gebäude wurde für knapp 60 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2007 neu erbaut, gestaltet wurde es von jenem Architekt, der in der Schweiz für zahlreiche bekannte Bauwerke zeichnet, Mario Botta. Im Jahr 2018 musste das Casinò di Campione Konkurs anmelden, nachdem sich durch den schwachen Schweizer Franken gegenüber dem Euro Verluste in der Höhe von 132 Millionen Euro angesammelt hatten. Dadurch verloren 500 Angestellte des Casinos und 200 Angestellte der Gemeinde ihren Job und der Gemeinderat erkärte die Gemeinde für zahlungsunfähig. Grund ist, dass das Casino zu 100 Prozent der Gemeinde gehört, was sie zwischenzeitlich zu einer der reichsten Gemeinden Italiens machte.
- Online-Casino-Angebote mit Lizenz der Eidgenössischen Spielbankkommission (ESBK)
- Italienische ADM-lizenzierte Online-Casinos
- Regionale Zugangsbeschränkungen für Online-Plattformen
- Live-Dealer-Spiele aus Studios in Malta oder Italien
Aufgrund der gesetzlichen Lage kann eine neue Spielbank in Campione erst im Jahr 2023 wieder eröffnet werden. Der besondere Status von Campione reicht bis zum Jahr 777 zurück, indem der langobardische Herrscher Toto von Campione das Gebiet dem Kloster San’t Amborgio, das sich in Mailand befindet, vermachte. Es sollte 1020 Jahre in dessen Besitz bleiben. Im Jahr 1861 wurde die Lombardeiund somit auch Campione Teil des Königreichs Italien, im gleichen Jahr wurden die Grenzen zwischen der Schweiz und Italien neu vereibart, was besagte, dass die Grenze direkt durch die Mitte des Luganer Sees verläuft.
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