Glücksspiel - Zahlen, Daten, Fakten

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Sie dürfen dann nicht mehr am Glücksspiel teilnehmen. Um zu überprüfen, ob jemand in dieser Datei vermerkt ist, sind zum Beispiel Spielbanken verpflichtet, vor dem Zutritt eine Kontrolle des Personalausweises durchzuführen.

Letzte Änderungen

Einen Fachanwaltstitel in diesem Rechtsgebiet gibt es nicht. Allerdings haben sich einige Kanzleien darauf spezialisiert, Verluste auf der Teilnahme an illegalen Online-Glücksspielen für ihre Mandanten zurückzuholen. Die Geschichte des Glücksspiels reicht schon hunderte Jahre zurück. Bereits in der Antike gab es Spielformen, bei welchen der Gewinn durch Zufall oder eben Glück ermittelt wurde. Im Laufe der Zeit wurde in allen Ländern ein cas online casino 10 euro einzahlung bonus Glücksspielrecht eingeführt.

Spielerschutz im Internet: Evaluation der Maßnahmen des Glücksspielstaatsvertrages 2021

Dadurch soll verhindert werden, dass es zu Veranstaltungen des illegalen Glücksspiels kommt. Außerdem dienen die rechtlichen Vorgaben auch dem Spielerschutz. Die Glücksspielsucht ist nicht nur in Deutschland ein großes Problem. Am 4. Mai 1922 trat das Rennwett- und Lotteriegesetz in Kraft, welches sich hauptsächlich um das Versteuern von Wetteinsätzen dreht.

Unsere Spielehersteller

Heute ist das Glücksspielrecht Sache der einzelnen Bundesländer. Diese haben sich allerdings auf den sogenannten Glücksspielstaatsvertrag verständigt. Die ursprüngliche Fassung trat zum 1. Juli 2012 in Kraft. Im Jahr 2021 kam es zu einer großen Reform, die auch das Betreiben von Online-Casinos berücksichtigt hat. Gut zu wissen: Bis 2021 war das Betreiben von Online-Casinos nach deutschem Recht verboten.

Jahr Lizenzierte Anbieter (Sportwetten) Lizenzierte Anbieter (Online-Casino) Gesamt
2022 15 0 15
2023 27 12 39
2024 32 19 51
2025 (Prognose) 35 25 60

Da aber eine entsprechende EU-Verordnung das Online-Glücksspiel erlaubt hat, konnten die entsprechenden Seiten nicht blockiert werden. Seit 2021 können Online-Casinos auch in Deutschland eine Lizenz erhalten.

GlüStV 2021

Übrigens: Gewinne, die aus einem Glücksspiel erzielt werden, sind in Deutschland steuerfrei. Das ergibt sich aus § 4 Nr. 9b Umsatzsteuergesetz (UstG). Allerdings können Gewinne steuerpflichtig werden, wenn es sich um sogenannte Berufsspieler (häufig im Bereich des Pokerns) handelt. Es gibt zwar kein eigenes Glücksspielgesetz mehr, der Staatsvertrag regelt aber alle wichtigen Rahmenbedingungen rund um die Veranstaltung von Glücksspielen.

Online schlägt offline

Dazu zählen unter anderem der Betrieb von Lotterien, Spielbanken, Sportwetten und Online-Casinos. 1. das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen, 2. durch ein begrenztes, eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel darstellendes Glücksspielangebot den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken sowie der Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubten Glücksspielen in Schwarzmärkten entgegenzuwirken, 3. den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten, 4.

Gewerbliche Spielvermittlung

sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt, die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abgewehrt werden, und Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs beim Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten vorzubeugen. Um diese Ziele zu erreichen, sind differenzierte Maßnahmen für die einzelnen Glücksspielformen vorgesehen, um deren spezifischen Sucht-, Betrugs-, Manipulations- und Kriminalitätsgefährdungspotentialen Rechnung zu tragen. Es geht also vor allem um den Jugend- und Spielerschutz und darum, legale Alternativen zu illegalem Glücksspiel zu haben. Dabei ist auch gewährleistet, dass die Spiele ordnungsgemäß ablaufen und kein Spieler über den Tisch gezogen wird. Zudem gibt es nunmehr eine zentrale Sperrdatei, in welcher alle Menschen vermerkt sind, die sich mit einer Selbstsperre belegt haben. Doch was hat sich durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag im Glücksspielrecht bezogen auf Angebote im Internet konkret verändert? Was müssen Betreiber tun, um eine glücksspielrechtliche Erlaubnis zu erhalten?

  • Online-Casinos mit deutscher Glücksspiellizenz (z.B. Tipico, Jackpot.de)
  • Staatliche Lotterie-Anbieter wie Lotto 6aus49, EuroJackpot
  • Regulierte Sportwettenanbieter (etwa bet365, Interwetten)
  • Spielbanken in Deutschland (z.B. Spielbank Bad Homburg, Casino Hamburg)
  • Glücksspielaufsichtsbehörden der Bundesländer (z.B. GGL, Glücksspielbehörde Hessen)
  • Online-Poker-Plattformen mit deutscher Zulassung (wie PokerStars, partypoker)
  • Anbieter von Geldspielautomaten in Gaststätten und Spielhallen
  • Veranstalter von Pferdewetten (z.B. Oddset, bet-at-home)

Wir fassen die wichtigsten Punkte für Sie zusammen: Es wurde eine Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Sachsen-Anhalt geschaffen.

Spielart Steuersatz Bemessungsgrundlage Höhe der Steuerfreiheit
Sportwetten (online & stationär) 5.0% Einsatz (Steuer wird vom Anbieter abgeführt) keine (Steuer auf Umsatz)
Online-Casinospiele 5.3% Einsatz keine (Steuer auf Umsatz)
Spielautomaten (Gaststätten) bis zu 20% Spielertrag (lokale Regelung) keine
Lotto & Toto (Klasseglücksspiel) 16.67% Umsatz (vom Veranstalter abgeführt) Gewinne bis 1.000 € steuerfrei

Für Spieler gilt ein Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro pro Monat. Spieler können aber auch individuelle Limits festlegen, die unter dieser Summe liegen. Glücksspiele dürfen im Internet nicht parallel gespielt werden. (Dieser erfasst sämtliche für die Durchführung der Glücksspielaufsicht erforderliche Daten, damit jederzeit eine Kontrolle stattfinden kann.) Spieler müssen online die Möglichkeit haben, sich sperren zu lassen. Für Sportwetten ist Werbung im Internet zwischen 6 und 21 Uhr verboten. Zocker dürfen maximal einen Euro pro Dreh bei Online-Automaten einsetzen. Zwischen den einzelnen Drehs muss eine Pause von fünf Sekunden liegen. Der Schwarzmarkt beim Glücksspiel wächst – und auch die Rufe nach schärferen Kontrollen werden lauter.

Automatenspiele und Live-Wetten

Hierbei geht es um Pokerspiele, andere Spiele und um den Betrieb von Automaten. Kriminelle erzielten durch den professionellen Betrieb von Glücksspielen Einnahmen in Millionenhöhe, schätzt das LKA. Hierbei spielten auch Clanstrukturen mit Bezügen zur Organisierten Kriminalität eine Rolle. In Schleswig-Holstein wurden 2025 laut dortigem Innenministerium 54 unerlaubte Glücksspielveranstaltungen aufgedeckt, 21 mehr als 2024. In Bayern flogen 99 Veranstaltungen auf, das waren 28 weniger als 2024 und 11 mehr als 2023.

Glücksspiel und Digitalisierung

Der Bundessuchtbeauftragte Streeck wertet den Glücksspiel-Schwarzmarkt als ernstes Problem. «Dort gelten keine Regeln, es gibt keinen Spielerschutz und keine wirksame Kontrolle. Verluste können in kürzester Zeit eskalieren, und im illegalen Umfeld entstehen zusätzliche Risiken bis hin zu Druck und Gewalt.» Zur Bekämpfung des Schwarzmarktes müssten die Behörden besser ausgestattet werden. Glücksspiel ist in Deutschland Ländersache, 2021 wurde der Glücksspielstaatsvertrag beschlossen. In den legalen Spielhallen gelten recht strenge Vorschriften.

Wo wird an Glücksspielen teilgenommen?

Ein Spieler darf in Deutschland an einem Automaten maximal 60 Euro pro Stunde einsetzen. Er muss alle fünf Sekunden einen Knopf drücken, um die Kontrolle zu behalten und nicht in einen Spielsog abzudriften. Außerdem gibt es Trennwände zwischen Automaten, um das Sichtfeld der Spieler einzuschränken und sich nicht gegenseitig hochzuschaukeln, sowie weitere Abstandsgebote. Automatenunternehmer werden «zwischen den Mühlsteinen der Spielpreisdeckelung und der steigenden Kosten zermahlen», moniert der Sprecher der Firma Löwen. Merkur-Vizechef Stoffers sagt: «Illegale Anbieter scheren sich nicht um solche Regeln: In Hinterzimmern oder Spielhallen, die als legale Gastronomie oder Kulturzentren getarnt sind, werden Geldspielgeräte betrieben – ohne Lizenz und ohne Spielerschutz.» Die Polizei könne nur stichprobenartig gegen das grassierende Problem vorgehen. Illegale Märkte müssten konsequent bekämpft und zugleich legale Angebote begrenzt werden, etwa durch größere Mindestabstände zwischen den Spielhallen und Wettbüros, sagt der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler. »Glücksspielsucht ist aus Sicht der Abhängigen die teuerste Suchterkrankung.« Sie führe bei vielen Betroffenen zu Überschuldung, sozialem Abstieg, Beschaffungs- und Begleitkriminalität.

Glücksspiel-Schwarzmarkt boomt: Politik und Firmen in Sorge

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) signalisiert Entschlossenheit, um das Problem zu entschärfen: «Wir entziehen dem illegalen Wildwuchs den Boden, denn für Geschäfte gegen das Gesetz ist bei uns kein Platz.» Die legalen Anbieter sähen die Vorschriften gern gelockert und argumentieren, dass ihr Angebot dann attraktiver würde und mehr Menschen in legale Spielhallen gingen und weniger in illegale Spielhallen. Das würde den Schwarzmarkt «weitgehend trockenlegen» und dem Staat mehr Steuereinnahmen bescheren, sagt Merkur-Manager Stoffers. Die Glücksspielbranche vereinfache die Zusammenhänge, sagt SPD-Innenexperte Fiedler. Die Argumentation à la «Je größer und attraktiver das legale Angebot, desto kleiner die illegalen Märkte» sei nicht haltbar. Fiedler sieht einen höheren Verfolgungsdruck samt spürbaren Sanktionen als zentralen Hebel, um den Schwarzmarkt wirksam zu bekämpfen.

Weitere Informationen

«Eine Attraktivitätssteigerung legaler Angebote kann dazu führen, dass der Gesamtmarkt wächst.» Das hält er mit Blick auf die schon jetzt 300.000 bis 600.000 Spielsüchtigen in Deutschland für problematisch. «Würde man dieser Logik folgen, müsste man überall dort, wo es illegale Angebote gibt, Schutzstandards zurücknehmen - das kann nicht der Maßstab staatlichen Handelns sein», sagt er. Vielmehr setze der Staat Regeln, um die Menschen zu schützen. Es gibt in Deutschland vielerlei legale Möglichkeiten, an einem Glücksspiel teilzunehmen. Die Betreiber solcher Angebote müssen sich dabei an die Vorgaben aus dem Glücksspielstaatsvertrag halten.

Die Regulierung des deutschen Glücksspielmarktes

Mit Einführung vom neuen Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2021 ist auch das Spielen im Online-Casino legalisiert worden. Allerdings gibt es eine Reihe von Bestimmungen, wie zum Beispiel ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, die dem Spielerschutz dienen sollen. Beruht ein Gewinn auf Glück oder Zufall, so ist dieser in Deutschland in aller Regel steuerfrei. Steuern können gemäß Steuerrecht allerdings bei sogenannten Berufsspielern anfallen. Zudem werden die Zinsen, welche aus Glücksspielgewinnen gezogen werden, auch versteuert. Der Bundessuchtbeauftragte Hendrik Streeck warnt, in Deutschland entwickelten schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten. »Wir müssen illegales Glücksspiel wirksam zurückdrängen«, sagt der CDU-Politiker. »Und wir müssen sicherstellen, dass das legale Angebot seinem eigentlichen Zweck gerecht wird, nämlich Schutz zu bieten und Risiken zu begrenzen.« In kurzer Zeit könnten Existenzen durch Glücksspiel zerstört werden. Legalen Anbietern wie Merkur aus Espelkamp in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Löwen Entertainment aus Bingen in Rheinland-Pfalz macht der Schwarzmarkt zu schaffen. »Der Schwarzmarkt grassiert.« Die Firma stellt Spielautomaten her, betreibt Spielbanken und bietet Onlinespiele an.

Gesetz / Vertrag Inkrafttreten Zentraler Inhalt
Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) 01.07.2021 Grundlage für den liberalisierten, regulierten Online-Markt
Zweites Gesetz zur Änderung des GlüStV 01.01.2024 Anpassungen z.B. bei Werbebeschränkungen und Spielersperren
Richtlinie zur Werbung für Glücksspiele 2023 Beschränkung von Werbung in TV/Radio (21-5 Uhr) und online
Ländervereinbarung zur GGL 2020 Errichtung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde

Vom Konkurrenten Löwen heißt es: »Das illegale Angebot frisst den legalen Markt auf.« Bundesweit gibt es schätzungsweise 160.000 legale Glücksspiel-Automaten und damit 100.000 weniger als vor zehn Jahren.

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